Zum Hauptinhalt springen

Erfinder-Videos vorstellen

Intention

Würdigung, Präsentation und Reflexion der Problemlöseprozesse – Vorbereitung einer kleinen Ausstellung und Vorführung der Videos.

Vorbereitung

  •  Ablageflächen/Tische sollten in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
  •  Zur Präsentation der Videos ist ein Beamer / ein interaktives Whiteboard nötig.

Mögliche Vorgehensweisen

Phase 1

Einstieg

Im Kinohalbkreis mit Blick auf eine Projektionsfläche / ein interaktives Whiteboard

  •  Ankündigung: Die Präsentation der Erfindung / des Videos findet an einem der nächsten Tage statt => Klärung organisatorischer Dinge: Wen möchtet ihr einladen? / Wann genau soll die Präsentation stattfinden? / Wer überbringt die Einladung? usw.
  •  Organisiert eure Präsentation selbstständig in eurer Gruppe.
  •   Erklärung: So verbindet ihr euer iPad mit dem Beamer / dem interaktiven Whiteboard und so könnt ihr euer Video auf der Projektionsfläche zeigen.
  •   Welche weiteren Hilfsmittel werden benötigt?

Erarbeitung

Die Erfinderteams überlegen gemeinsam wie sie ihre Erfindungen, ihre Zeichnungen und ihre Videos aus der Erfinderwerkstatt anderen Kindern (der Parallelklasse/ den Kindern der ersten Klasse, ...), die vielleicht noch nie etwas von dieser Erfindung gehört haben, vorstellen können. Gemeinsame Vorbereitung der Präsentation sowie einer kleinen Ausstellung.

  •  Absprachen: Was sagen wir? Wer übernimmt welchen Teil?
  •  Training: Wie präsentieren wir unser Video auf der Projektionsfläche / dem interaktiven Whiteboard?
  •  Probedurchlauf der Präsentation

Abschluss

Reflexion:

  • Die einzelnen Gruppen berichten von den Vorbereitungen z.B.:
    • Das hat schon gut geklappt…
    • Hier brauchen wir noch Hilfe…
    • Wir brauchen noch eine Idee, wie wir … präsentieren können…
    • Wir wissen nicht, wie wir … erklären können…
    • Wir sind fertig und können anderen Gruppen helfen…
    • Wir brauchen noch …

Mögliche Vorgehensweisen

Phase 2

Präsentation

  • Die eingeladenen Klassen/Gruppen kommen in die vorbereitete Erfinderausstellung.
  • Ein Museumsgang findet statt, alle Erfinder stehen neben ihren Erfindungen und beantworten erste Fragen der Besucher.
  • Die Erfindergruppen präsentieren nacheinander ihre Erfindungen, Zeichnungen und ihre Videos aus der Erfinderwerkstatt. Darin erfahren die Zuschauer, wie die einzelnen Gruppen beim Erfinden vorgegangen sind, ob sie ihre Ideen genauso wie in der ersten Zeichnung umsetzen könnten oder ob es Veränderungen/ Variationen im Bau der Erfindung gab … o.ä.
  • Die Zuschauer haben die Gelegenheit, übriggebliebene Fragen zu stellen z.B.:
    • "Wie seid ihr auf die Idee gekommen?"
    • "Wofür kann man die Erfindung nutzen?"
    • “Wie habt ihr euer Video aufgenommen?“
    • "Was hat euch am meisten Spaß gemacht?"
    • usw.

Abschluss

Gemeinsame Reflexion der Videopräsentation und Ausstellung - Impulsfragen:

  • Was lief gut?
  • Was könnte man verbessern?
  • Wer hat was vorbereitet?
  • Was müssen wir uns für die nächste Präsentation / Ausstellung merken?
  • usw.
Schüleräußerungen aus der Erprobung

Mitschrift einiger Ausstellungsgespräche beim Museumsgang VOR der Erklärung der Erfindungen und der Präsentation der Videos:

Auto:

„Was haben Sie denn für eine Erfindung gemacht?“ - „Das ist ein Auto.“ - „Ist das Auto so schon fertig?“ - „Nein.“ - „Was wollten Sie denn noch da dranbauen?“ - „Die Räder da vorne. Die Hinterräder drehen sich, aber die Räder vorne drehen sich noch nicht gut genug.“

Waldtierhaus:

„Was haben Sie denn hier gebaut?“ - „Ein Waldtierhaus.“ - „Das ist aber voll! Was ist denn da drin?“ - „Das da ist ein Wasserbecher und da sind noch Laub und Stöcke, damit die Tiere sich verstecken können. Und hier ist die Nahrung für die Tiere. Und dann haben wir noch darauf geachtet, dass es auch sehr stabil ist.“

Auto:

„Was haben Sie zuerst gebraucht, welches Material?“ - „Zuerst haben wir einen Karton genommen, haben uns CDs genommen. Dann haben wir beides zusammengebracht - mit Knete - und hier ist noch ein Korken, damit die CD nicht schief wird. Und das kann auch fahren…, es könnte aber noch stabiler sein.“

Katapult:

„Was ist das denn?“ - „Ein Katapult, aber das schießt nicht so weit.“ - „Zeig doch mal, wie das schießt.“ - „Wenn man da hinten dran zieht, dann schießt das hier vorne raus und manchmal schießt das durch den ganzen Raum. Das stößt sich dann hier so ab.“ - „Cool!“

Katapult:

„Was gibt es denn hier?“ - „Ein Katapult.“ - „Wie haben Sie das denn gebaut?“ - „Das war eigentlich einfach. Man muss einen Korken darauf kleben und dann muss darauf Knete. Und das hier ist, damit es stabil bleibt, damit der Löffel nicht wackelt.“ - „Kann ich mal sehen, wie das schießt?“ - „Hey gut!“

Flugzeug:

„Was haben Sie denn hier erfunden?“ - „Ein Flugzeug! Hier sind Flügel und hier auch noch mal und hier sind noch andere Tragflächen, damit es auch besser fliegt.“ - „Und was ist das hier?“ - „Das ist von der Erfinderkonferenz. das sind Strohhalme. Die sollen helfen, dass das Flugzeug mehr gerade fliegt und nicht mehr so Übergewicht nach hinten hat.“ - „Hat das funktioniert?“ - „Ja, jetzt haben wir nicht mehr so viel Übergewicht.“

Hausschuh:

„Ist da hier ein Schuh?“ - „Ja, das ist ein Hausschuh.“ - „Worauf habt ihr denn geachtet?“ - Dass der Stoff gleichmäßig verteilt wird und nicht auf einer Stelle so knubbelig ist. Mit Kleber haben wir den Stoff festgemacht.“

Flugzeug:

„Was ist das für eine Erfindung?“ - „Das ist ein Flugzeug und das kann fliegen. Wir können Ihnen das mal zeigen.“ - „Mussten Sie das oft verändern, damit das fliegen konnte?“ - „Es hatte erst noch ein bisschen Gewicht nach hinten, aber das konnten wir noch verändern.“

Buch:

„Was haben Sie denn erfunden?“ - „Ein Buch.“ - „Was war denn das Schwierigste beim Bauen?“ - „Dass ich die Blätter da passend reinbekommen musste.“

Schiff:

„Was ist das denn?“ - „Ein Schiff. Wenn es Sommer ist, kann man das hier hin klappen und wenn einen vorne die Sonne blendet oder es regnet, dann macht man einfach die zwei Decken zu. Und hier kann man draufgehen, also die Leute vom Schiff gehen schnell darauf, wenn das Schiff kaputt ist, so wie ein Rettungsboot und dann gibt es hier noch ein Floß.“ - „Und wie schwimmt das Boot?“ - „Hier unten ist Styropor und Styropor kann ja schwimmen.“

Tipps und Stolpersteine aus der Erprobung
  • Von den Besuchern können auch Fragen vorbereitet werden.
  • Wir haben uns für die Präsentations-/Ausstellungsphase auf die „Sie-Form“ geeinigt, um etwas mehr „echte Erfinder“ zu spielen ;).
  • Die Kinder waren bei der Präsentation sehr motiviert, konzentriert und auch etwas aufgeregt.
  • Alle Gruppen, die dies erprobt hatten, konnten ihre Videos selbstständig vom iPad aus auf der Projektionsfläche abspielen.
  • Die „Erfinder“ waren stolz auf ihre Erfindungen und Videos!
  • Die Besucher der Erfinderausstellung agierten wertschätzend und aufgeschlossen.
  • benötigter Zeitrahmen: zwei Einzelstunden
Material aus der Erprobung

Angestrebtes Unterrichtsergebnis

Die Präsentation dient der Festigung der erlernten Inhalte, der Würdigung und der Erläuterung/Versprachlichung der Ergebnisse