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Verschiedene Kunststoffarten

Intention

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Kunststoffe sehr verschieden sein können, je nachdem, welchen Zweck sie erfüllen sollen.

Mögliche Vorgehensweisen

Im Vorfeld dieser Unterrichtseinheit erhalten die Schülerinnen und Schüler die Hausaufgabe, Gegenstände aus Plastik von zu Hause mitzubringen. „Bringe 3 Teile aus Plastik mit, die du in deinem Kinderzimmer findest. Es können auch Teile sein, bei denen man nicht auf den ersten Blick sieht, dass sie aus Plastik sind, wie der Fleecepullover.“

Einstieg

Einstieg im Sitzkreis:

  • Kinder bringen mitgebrachte Gegenstände mit in den Sitzkreis und legen sie in die Kreismitte. Dazu werden Karten mit beschreibenden Adjektiven gelegt. 
  • Sie beschreiben einen der Gegenstände mit verschiedenen Adjektiven, die anderen Kinder raten, welcher Gegenstand beschrieben wird.
  • Der Blick wird auf verschiedene Arten von Plastik gelenkt.
  • Die unterschiedlichen Plastikarten werden mit Fachbegriffen benannt: Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere. 
  • Eine eindeutige Zuordnung ist nicht in jedem Fall möglich, da auch Mischformen oder andere Arten von Plastik vorkommen. Dennoch kann eine grobe Zuordnung vorgenommen werden.
  • Das Sortieren der Gegenstände im Kreis wird beispielhaft begonnen. Andere Gegenstände bleiben für die Arbeitsphase übrig.

Erarbeitung

  • Aufgabe: „Finde heraus, welche Eigenschaften ein von dir ausgewählter Gegenstand hat und welche Plastikart dafür verwendet wurde. Trage das Ergebnis in der Tabelle ein. Lege den Gegenstand anschließend zum Schild mit der richtigen Kunststoffart.“
  • Kinder wählen selbstständig Gegenstände aus und tragen sie in die Tabelle ein. Sie beschreiben die Eigenschaften des verwendeten Kunststoffes und ordnen die Kunststoffart zu. Ihre Ergebnisse halten sie auf dem Arbeitsblatt fest.

Abschluss

  • Die Gegenstände im Sitzkreis wurden während der Erarbeitungsphase sortiert.
  • Die Schülerinnen und Schüler betrachten die Zuordnungen und diskutieren falsche oder schwierige Fälle.
  • Die Lehrkraft stellt Fadenmodelle vor, die die verschiedenen Eigenschaften der Kunststoffarten veranschaulichen sollen.
  • Die Schülerinnen und Schüler diskutieren die Abschlussfrage: „Warum gibt es verschiedene Kunststoffe?“
Schüleräußerungen aus der Erprobung
  • „Es ist leicht, es ist lang, es ist dunkelgrün, es ist hart, aber man kann das etwas eindrücken.“ - Zauberstab
  • „Es ist hart und es ist aus Kunststoff und fühlt sich an wie Fell und ist verformbar“ - Dino
  • „Der Suppenlöffel ist hart, leicht und nicht verformbar. Das ist ein Duroplast.“
  • „Die Plastikflasche ist verformbar und das ist Thermoplaste, glaube ich.“
Tipps und Stolpersteine aus der Erprobung
  • Es ist notwendig, dass verschiedene Kunststoffarten vorhanden sind, wie Kleber, Knete, Stoffe etc. und können sicherheitshalber von der Lehrkraft ergänzt werden.
  • Beim Einstiegsspiel („Ich sehe was, was du nicht siehst…“) soll nicht die Funktion, sondern der Kunststoff beschrieben werden. Dies kann ggf. von der Lehrkraft einmal vorgemacht werden („Es ist weich, es fühlt sich glatt an, es ist ein wenig biegsam, usw.“)
  • Eine eindeutige Zuordnung zur richtigen Kunststoffart ist nicht in jedem Fall möglich, da auch Mischformen oder andere Arten von Plastik vorkommen. Dennoch kann eine grobe Zuordnung vorgenommen werden. Zum Erreichen des Lernzieles ist dies hinreichend.
  • Der Blick der Schülerinnen und Schüler muss von der Funktion des Gegenstands auf die Art des verwendeten Plastiks gelenkt werden. So tendieren einige Kinder zum Beispiel dazu, alle Spielzeugtiere in einer Gruppe zu bündeln. Betrachtet man aber die Art des Plastiks, müssen zum Beispiel Gummitiere und Hartplastiktiere an unterschiedliche Sammelplätze gelegt werden.  
Material aus der Erprobung
  • AB: Kunststoffarten sortieren
  • viele Gegenstände aus verschiedenen Plastikarten (von den Kindern mitgebracht)
  • Karten mit Fachbegriffen für Kunststoffarten und beschreibenden Adjektiven
  • Fadenmodelle für Kunststoffarten

Angestrebtes Unterrichtsergebnis

Die Kinder lernen verschiedene Kunststoffarten kennen und erkennen, dass dieser Werkstoff unterschiedlich aufgebaut ist, je nachdem, welche Funktion er erfüllen soll.