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Mikroplastik in Kosmetikprodukten

Intention

In Versuchen spüren die Schülerinnen und Schüler Mikroplastik in Pflegeprodukten und Reinigungsmitteln auf und vollziehen den Weg des Mikroplastiks vom Produkt bis zu unseren Gewässern nach.

Mögliche Vorgehensweisen

Einstieg

Einstieg im Sitzkreis:

  • In der Kreismitte liegen als stummer Impuls Bilder verschiedener Tiere, die durch Plastikmüll verletzt/ getötet wurden. Im Gespräch äußern sich die Kinder zu den Bildern und äußern ihr Vorwissen zu der dargestellten Problematik.
  • Gesprächsimpuls: „Robben, Schildkröten und Vögel, die sich in Plastikteilen verheddern, sind ein Zeichen für das Plastikmüll-Problem in den Meeren. Ein mindestens genauso großes Problem ist beinahe unsichtbar: Mikroplastik. Habt ihr davon schon einmal gehört?“
  • Kinder äußern ihr Vorwissen/ Vermutungen.
  • Aufgabe: „Wir wollen heute herausfinden, woher diese kleinsten Kunststoffteilchen kommen, wie sie in unsere Gewässer gelangen und welche Folgen das für Menschen und Tiere hat.“

Erarbeitung I

  • Forscherfrage: „Wie gelangen die Plastikpartikel in die Gewässer? Und welche Folgen hat das für Menschen und Tiere?“
  • Die Schülerinnen und Schüler führen den Versuch in Gruppen durch und gelangen zur Erkenntnis, dass in manchen Cremes oder anderen Pflege-/ Reinigungsprodukten kleinste Kunststoffteilchen versteckt sind.
  • Versuchsaufbau: Die Schülerinnen und Schüler wählen verschiedene Pflegeprodukte aus und mischen sie in einem Gefäß mit warmem Wasser. Das Gemisch gießen sie anschließend in einen Filter und spülen mit Wasser nach. Größere Teilchen setzen sich im Filter ab. 

Zwischenreflexion

Zwischenreflexion im Sitzkreis:

  • Die Schülerinnen und Schüler besprechen die im Versuch gewonnenen Erkenntnisse und unternehmen einen ersten Versuch, den Weg des Mikroplastiks bis ins Meer zu erklären. Dazu erhalten sie von der Lehrkraft weiterführende Informationen zur Entstehung von Mikroplastik: Mikroplastik entsteht auch durch die Zersetzung des Plastikmülls im Meer durch den Einfluss des Salzwassers und UV-Lichts. Auch andere Produkte, wie etwa synthetische Kleidung, verlieren beim Waschen kleine Plastikfasern, also Mikroplastik.

Erarbeitung II

  • Die Schülerinnen und Schüler sortieren verschiedene Bildmotive über den Weg des Mikroplastiks vom Pflegeprodukt bis in unsere Gewässer, bringen sie in eine sinnvolle Reihenfolge, tauschen sich darüber aus und beantworten die Forscherfrage, wie Mikroplastik ins Meer gelangt.

Abschluss

  • In der Reflexionsphase stellen die Gruppen ihre Ergebnisse im Sitzkreis vor.
  • Die Bilder werden gemeinsam noch einmal in die richtige Reihenfolge gebracht. 
  • Diese wird verglichen und diskutiert und wesentliche Aspekte auf einem Plakat festgehalten.
  • Die Schülerinnen und Schüler beantworten abschließend die Forscherfrage: „Wie gelangen die Plastikpartikel in die Gewässer? Und welche Folgen hat das?“
  • Sie lesen abschließend einen kurzen Informationstext über Mikroplastik.
Schüleräußerungen aus der Erprobung
  • „Mikroplastik kommt durch Duschgel oder so ins Meer oder der Plastikmüll, der in der Natur liegt, der geht mit der Zeit kaputt und dann wird er auch ganz klein, wie Mikroplastik.“
  • „Zuerst kauft man Duschgel oder Seife oder so, wo das drin ist, dann wäscht man sich damit die Hände, danach fließt das dahin, wo das Wasser so gewaschen wird (Kläranlage). Aber dann ist das da immer noch drin und dann fließt das in den Fluss und der geht ins Meer und dann fressen das die Fische und dann werden die Fische selber gegessen und in den Fischen ist Mikroplastik und das essen wir dann auch mit.“
  • „Auch wenn das verboten wird, gibt es aber immer noch Mikroplastik im Meer, weil sich da immer wieder Stückchen von dem Müll lösen und die werden immer kleiner und so kommt da auch Mikroplastik ins Meer.“
Tipps und Stolpersteine aus der Erprobung
  • Es ist im Unterricht nicht sicher festzustellen, ob die gefundenen Kleinteile auch wirklich Plastikteile sind. Dies muss den Kindern deutlich gemacht werden. Sollte das Produkt allerdings nicht als „frei von Mikroplastik“ gekennzeichnet sein, ist dies zumindest wahrscheinlich.
  • Mikroplastik wird in immer mehr Ländern in Kosmetikprodukten verboten.
  • Im Gespräch sollte thematisiert werden, warum die Kosmetikindustrie überhaupt Mikroplastik verwendet (Reinigungswirkung, bunte Farben, Peelingeffekt, …)
  • Auch alter Plastikmüll zersetzt sich über einen langen Zeitraum zu Mikroplastik. Vor allem synthetische Stoffe, wie Fleece oder ähnliches, verlieren beim Waschen kleinste Mikropartikel. Hintergrundinformationen zu Mikroplastik sind notwendig, um die Bilder sinnvoll sortieren zu können.
  • Das Sortieren der Bilder lässt verschiedene Lösungen zu.  
Material aus der Erprobung
  • Tierbilder als Einstiegsimpuls 
  • AB: Experimentierbogen Kunststofflabor
  • Versuchsanleitung
  • Forschermaterial: Lupe, Peeling-Creme oder anderes Pflegeprodukt, warmes Wasser, Becher, Löffel, weiße Filtertüten, Trichter
  • Bilder, über den Weg des Mikroplastiks vom Pflegeprodukt bis zum Gewässer/ Meer
  • AB: Infotext Mikroplastik
  • Pappe für das Ergebnisplakat

Angestrebtes Unterrichtsergebnis

Die Kinder erkennen die Gefahr, die von Mikroplastik für die Umwelt ausgeht, kennen einige Anwendungsbeispiele und Entstehungsmöglichkeiten und den Weg vom Ursprungsprodukt bis zum Meer bzw. in die Nahrungskette.