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Wetter oder Klima - Was ist hier der Unterschied?

Intention

Die Schülerinnen und Schüler lernen das Wetter vom Klima zu unterscheiden, indem sie mithilfe eines Erklärvideos den Begriffen „Wetter und Klima“ passende Beschreibungen, Bilder und Aussagen zuordnen.

Lernausgangslage

Zum Themenbereich „Klima“ haben die Kinder in der ersten Sequenz bereits ihr Vorwissen aktiviert und Fragen formuliert. Der Begriff „Klima“ ist für viele Kinder aber sehr abstrakt und voraussichtlich noch nicht klar vom Begriff „Wetter“ abgegrenzt.

Mögliche Vorgehensweisen

Einstieg

  • Stummer Impuls an der Tafel: „Klima = Wetter?“
  • Die Kinder äußern sich spontan zum Impuls und formulieren dabei ihr Vorwissen.
  • Das Vorwissen der Kinder wird von der Lehrkraft in Stichpunkten aufgeschrieben.
  • Die Lehrkraft formuliert das Ziel und erläutert den Arbeitsauftrag: „Wir wollen heute herausfinden, was das Wetter ist, was das Klima ist und wie man Wetter und Klima unterscheiden kann. Schau dir dazu mit deinem Partner das Erklärvideo auf dem Tablet an und ordne den Fachbegriffen „Wetter“ und „Klima“ die passenden Beschreibungen, Bilder und Aussagen zu.“

Erarbeitung

  • In Partnerarbeit schauen sich die Kinder das Erklärvideo „Logo erklärt den Unterschied zwischen Klima und Wetter“ an. Dabei berücksichtigen sie die Reflexionsfragen „Was ist Wetter?“ und „Was ist Klima?“.
  • Die Teams beantworten die Reflexionsfragen, indem sie den Fachbegriffen „Wetter“ und „Klima“ auf dem Arbeitsblatt die passenden Beschreibungen, Bilder und Aussagen zuordnen.
  • Differenzierung: Schnell arbeitende Teams erhalten zusätzliche Aussagen.

Abschluss

  • Die Kinder kommen im Kinositz zusammen.
  • An der Tafel werden die Karten aus der Arbeitsphase den Fachbegriffen „Wetter“ und „Klima“ gemeinsam zugeordnet:
Was ist Wetter?

Was ist Klima?

Kann man direkt sehen oder spüren

normaler Verlauf des Wetters an einem Ort

ein bestimmter Zeitpunkt

viele Jahre (mindestens 30)

kann sich schnell ändern

Daten von vielen Wetterbeobachtungen

„Heute scheint in Berlin die Sonne und es ist warm. Morgen gibt es viel Regen und einen kräftigen Wind.“

„In Berlin ist es im Sommer warm. Im Herbst und Winter ist es häufig bewölkt und es fällt Regen, Schnee oder Graupel.“

  • Zum Abschluss wird gemeinsam ein Spiel gespielt (zum Beispiel Pindactica, S. 11). Dazu werden in der Klasse zwei Teams gebildet. Die Lehrkraft liest in sechs Runden jeweils einen Text vor, der das Klima oder das Wetter beschreibt. Sobald ein Kind zu wissen glaubt, ob es sich um das Wetter oder das Klima handelt, ruft es laut „Stopp“. Daraufhin nennt es seine Einschätzung und begründet diese. Liegt das Kind richtig, bekommt sein Team einen Punkt. Liegt es falsch, bekommt das andere Team einen Punkt. Die Lehrkraft liest den Text nach der Einschätzung des Kindes noch bis zum Ende vor. Auf dieser Grundlage können die Kinder aus der Klasse gemeinsam überlegen, ob die Antwort des Kindes richtig war. Die Lehrerin löst schließlich auf und hält die Punkte der Teams an der Tafel fest.

Wochenplanarbeit oder Hausaufgabe

  • Aufgabe Nr. 3 im Entdeckungsheft: Wiederholung und Festigung des Unterschieds zwischen Wetter und Klima
Schüleräußerungen aus der Erprobung

Schüleräußerungen zur Nachdenkfrage: Warum gibt es den täglichen Wetterbericht, aber nicht den täglichen Klimabericht?

  • „Weil sich das Wetter sehr schnell ändert. Aber das Klima muss man sehr lange beobachten.“
  • „Es gibt keinen täglichen Klimabericht, weil das Klima sehr lange beobachtet werden muss.“
  • „Weil Wetterexperten das Klima sehr viele Jahre beobachten müssen.“
  • „Weil sich das Wetter täglich ändert und das Klima nicht.“
  • „Weil die Menschen wissen müssen, wie das Wetter wird.“
  • „Weil man für den Klimabericht lange forschen muss.“
  • „Weil wenn es fast immer warm ist, kann man sich das mit dem Klima denken.“
Tipps und Stolpersteine aus der Erprobung
  • Einige Beschreibungen des Klimas enthalten den Begriff „Wetter“. Dies kann einige Kinder zunächst auf die falsche Fährte führen, trägt aber bei der Reflexion gut zum Verständnis bei, dass es sich beim Klima um die Beschreibung des durchschnittlichen (bzw. „typischen“ oder „normalen“) Wetters handelt.
  • Zu dem Abschlussspiel in der Reflexionsphase sind auch Alternativen einsetzbar:
    • Alternative 1: Das Spiel kann auch in einer etwas ruhigeren Variante gespielt werden, die allen Kindern gleichermaßen eine Teilnahme ermöglicht. Dabei werden Teams mit jeweils 6 Kindern (Anzahl der Texte) gebildet und jedem ein fester Gegner bzw. Gegnerin zugeordnet (z.B. durch gleiche Buchstaben oder Symbole auf Karten verschiedener Farben: Kind A aus Team Grün gegen Kind A aus Team Blau.) Die Lehrkraft liest nun den gesamten Text vor und nennt daraufhin einen Buchstaben. Die Kinder mit diesem Buchstaben haben nun die Aufgabe, für ihr Team zu antworten. Da keines der Kinder weiß, welcher Buchstabe genannt wird, ist es wichtig, dass alle gut aufpassen.
    • Alternative 2: Eine weitere Variante wäre, dass alle Kinder auf den vorgelesenen Text mit einem festgelegten Zeichen für Klima, bzw. Wetter reagieren. Z.B.: Wer glaubt, dass die Antwort „Wetter“ ist, setzt sich auf den Tisch. Wer glaubt, dass die Antwort „Klima“ ist, stellt sich auf ein Bein. Am Ende wird ein beliebiges Kind aufgerufen, seine Einschätzung zu begründen.
Material aus der Erprobung
  • Entdeckungsheft
  • AB: Wetter oder Klima – Was ist hier der Unterschied? (mit Differenzierung)
  • Tablets zum Abspielen des Erklärvideos
  • Tafel-Material für die Reflexionsphase: „Was ist Wetter? Was ist Klima?“
  • für das Abschlussspiel: Kurze Texte, die „das Wetter“ oder „das Klima“ beschreiben
Wortspeicher
  • das Wetter
  • das Klima
  • der Wetterbericht
  • das Klimadiagramm
  • die Wetterdaten

Angestrebtes Unterrichtsergebnis

  • Die Schülerinnen und Schüler lernen, die Fachbegriffe „Wetter" und „Klima“ voneinander zu unterscheiden und erkennen, wie sie miteinander in Beziehung stehen.

Alternative für den Distanzunterricht:

Die entsprechende Seite im Entdeckungsheft kann von den Kindern selbstständig bearbeitet werden. Den Kindern sollte zu Hause ein digitales Endgerät zur Verfügung stehen, um sich das Erklärvideo anschauen zu können. Am Ende des Entdeckungshefts befinden sich QR-Codes zu allen Erklärvideos, so dass die Kinder das Video schnell und selbstständig anwählen können, wenn der Umgang mit QR-Codes im Vorfeld besprochen wurde. Das Abschlussspiel kann auch im Rahmen einer Videokonferenz gespielt werden.