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Wir werden Schneckenexperten

Intention

Die Schülerinnen und Schüler aktivieren ihr Vorwissen zum Thema Schnecken, indem sie es in Form von Schneckenzeichnungen festhalten, in Büchern zum Thema stöbern und Fragen und Lerninteressen notieren.

Lernausgangslage

  • Kinder, die noch nie eine Schnecke gesehen haben
  • Kinder, die von Schnecken im eigenen Garten berichten
  • teilweise Vorkenntnisse über den Unterschied zwischen Nacktschnecken und Gehäuseschnecken
  • „Manche Schnecken haben ein Haus“
  • „Franzosen essen Schnecken“
  • …

Mögliche Vorgehensweisen

Einstieg

Einstieg im Sitzkreis

  • Die Lehrkraft liest ein Rätsel zum Thema „Schnecken“ vor, um das Thema vorzustellen: „Im Wald und Garten lebt ein Tier, das macht im Winter zu die Tür. Geht es im Frühling wieder aus, bleibt es doch halb zu Haus.“ - Josef Guggenmos
  • Die Schülerinnen und Schüler äußern sich spontan zum Thema „Schnecken“ und aktivieren ihr Vorwissen.
  • Die Lehrkraft erklärt den Reihenaufbau anhand der Themenleine; Begriffe, wie etwa „das Terrarium“ werden erläutert.

Erarbeitung I

  • Aufgabe: „Zeichnet in euer Heft (Blankoheft DIN A4, das in der Folgestunde zum Schnecken-Forscherheft gestaltet wird) möglichst genau eine Gehäuseschnecke in ihrem natürlichen Lebensraum aus eurer Vorstellung.“
  • Der Begriff „der Lebensraum“ wird erklärt und im Wortspeicher  festgehalten.
  • Die Schülerinnen und Schüler zeichnen auf Seite 2 ihres Blankoheftes eine Gehäuseschnecke in ihrem Lebensraum möglichst genau aus dem Gedächtnis auf. Anschließend schreiben sie zu dem Bild, was sie bereits über Schnecken wissen.
  • Zur Differenzierung können Kinder, die sehr geringe Vorkenntnisse haben, auf Bildimpulse zu Nackt- und Gehäuseschnecken in unterschiedlichen Lebensräumen zurückgreifen. Ggf. können hier auch Bücher zum Thema genutzt werden.
  • Sie stöbern in Büchern  oder mithilfe von Computern, Laptops oder Tablets im Internet über Kindersuchmaschinen  zum Thema „Schnecken“.

Zwischenreflexion im Sitzkreis:

  • Die Schülerinnen und Schüler stellen ihre Bilder zum Beispiel in Form eines Museumsrundgangs vor und erläutern, was sie bereits über Schnecken wissen.

Erarbeitung II

  • Aufgabe (an der Tafel/ am Whiteboard visualisieren): „Formuliert Fragen zum Thema „Schnecken“ und haltet sie auf Seite drei eures Schneckenheftes fest (Falls nötig, können exemplarische Fragen mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden). Wählt eine Frage aus, die euch besonders interessiert. Markiert diese Frage. Schreibt sie in eine Sprechblase. Kommt mit der Frage zum Abschluss in den Sitzkreis.“
  • Klärung von Fragen zur Aufgabenstellung; Zeitvorgabe bis zum Treffen im Sitzkreis

Abschluss

Abschluss im Sitzkreis:

  • Die Kinder stellen ihre interessantesten Fragen vor.
  • Gemeinsamkeiten/ ähnliche Fragen werden sichtbar gemacht und zusammengefasst.

„Was können wir tun, wenn wir diese Frage beantworten möchten? Wie können wir dazu eine Antwort finden (in Büchern nachlesen, Internetsuchmaschinen, Versuche zum Beispiel zum Fressverhalten, Schneckenexperten fragen, …)?

  • „Mit der Beantwortung werden wir in der nächsten Stunde beginnen.“
  • Vorgestellte Fragen werden im Schneckenbriefkasten gesammelt.
Schüleräußerungen aus der Erprobung

Beispielsfragen

  • „Woraus besteht Schneckenschleim?“
  • „Hat eine Schnecke Zähne?“
  • „Wie frisst die Schnecke?“
  • „Kann die Schnecke sehen?“
  • „Wo haben die Schecken Augen?“
  • „Können Schnecken pupsen?“
  • „Haben Schnecken Freunde?“
  • „Wie viele Eier legen Schnecken?“
  • „Wie entsteht der Schleim?“
  • „Aus was besteht das Schneckenhaus?“
  • „Machen Schnecken ein Geräusch?“
  • „Können Schnecken sich unter die Erde buddeln?“
  • „Wie viele Schneckenarten gibt es?“
  • „Wie viel km/h schafft eine Schnecke?“
  • „Wie viele Babys bekommen Schnecken?“
  • „Warum haben Schnecken seit der Geburt ein Haus?“
  • „Wie viel wiegt ein Schneckenhaus?“
  • „Wie viele Schnecken gibt es?“
  • „Können Schnecken schlafen?“
  • „Wieso haben Schnecken Häuser?“
  • „Können Schnecken giftig sein?“
  • „Wieso haben Schnecken Schleim?“

Lösung des Rätsels

  • „Das könnte eine Schnecke sein oder der Igel.“
  • „Ich weiß nicht, ob Schnecken auch Winterschlaf machen.“
  • „Das kann nur die Schnecke sein, weil die hat ja ein Haus auf dem Rücken.“

Vorerfahrungen zum Thema „Schnecken“

  • „Also bei meiner Oma, da sind auch immer ganz viele und da habe ich so einen Eimer genommen und einen Deckel draufgemacht und da so Löcher reingemacht und da habe ich dann ganz viele Schnecken reingetan und die dann auch gefüttert. Man muss halt aufpassen, dass die nicht wegkriechen, weil die immer nach oben kriechen.“

Begriffsklärung Terrarium

  • „Also ein Terrarium das ist meistens aus Glas und da sind auch so Luftlöcher drin und da kann man halt so Tiere drin halten, wie Geckos, Schnecken, Salamander, Schlangen, Spinnen und so. Fische kommen da aber nicht rein.“
  • „Meine Tante hat ganz viele Terrarien, zum Beispiel mit Schildkröten und ganz vielen Spinnen.“
  • „Ich glaube, „Aqua“ kommt ja aus dem Lateinischen und bedeutet „Wasser“ und ich glaube, „Terra“ bedeutet dann Erde.“
Beispiele aus der Erprobung
Tipps und Stolpersteine aus der Erprobung
  • Für die Kinder ist es besonders spannend, wenn bereits in dieser ersten Unterrichtseinheit lebende Schnecken mit in den Unterricht gebracht werden können. So können idealerweise in der Zwischenreflexion erste Beobachtungen gemacht und danach weitere Fragen formuliert werden. Da in der Klasse zu diesem Zeitpunkt jedoch noch kein Terrarium zur Verfügung steht, müssten diese im Anschluss wieder mitgenommen oder ausgesetzt werden.
  • Das Forscherheft wird zwar bereits in dieser Unterrichtseinheit begonnen, die Gestaltung und Kriterien werden jedoch erst in der Folgestunde thematisiert. Der Schwerpunkt dieser Stunde liegt auf der Aktivierung des Vorwissens.
  • Das Zeichnen einer Schnecke aus der Vorstellung heraus und die Formulierung des Vorwissens, werden am Ende der Reihe nochmals aufgegriffen. So wird den Kindern ihr Lernzuwachs über dem Verlauf der Unterrichtsreihe anschaulich gemacht.
Material aus der Erprobung
  • Schneckengedicht
  • Blankohefte DIN A4 für jedes Kind als Schnecken-Forscherheft (Gestaltung folgt in der Folgestunde)
  • Kindersachbücher zum Thema „Schnecken“ und/ oder Computer, Laptops oder Tablets zur Internetrecherche über Kindersuchmaschinen
  • AB Sprechblasen
  • Schneckenbriefkasten

Angestrebtes Unterrichtsergebnis

Die Kinder aktivieren ihr Vorwissen zum Thema „Schnecken“ und formulieren Fragen zum Thema „Gehäuseschnecken“ nach eigenen Lerninteressen.