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Lastentransport früher

Intention

Zu einer realen Problemstellung, dem Lastentransport beim Pyramidenbau, entwickeln die SuS eigene technische Lösungsideen, dokumentieren diese und tauschen sich mit anderen in Forscherkonferenzen darüber aus.

Lernausgangslage

An diesen und ähnlichen Erfahrungsbezügen der Kinder können Sie anknüpfen:

  • Vorerfahrungen der Kinder beim Transport von schweren Gegenständen
  • Wissen über das alte Ägypten beziehungsweise den Pyramidenbau aus Sachbüchern und Filmen

Diese und ähnliche Vorstellungen können Sie erwarten: 

  • Um schwere Gegenstände zu transportieren, arbeitet man besser im Team
  • Es gibt Hilfsmittel, um schwere Gegenstände zu transportieren, z.B. Krane, Schubkarren, Sackkarren oder Rollbretter
  • Die Pyramiden wurden vor sehr langer Zeit gebaut
  • In dieser Zeit gab es weniger technische Hilfsmittel als heute

Mögliche Vorgehensweisen

Einstieg

Einstieg im Sitzkreis

  • Aktivierung des Vorwissens mit Hilfe einer Zeitleiste (siehe Abb. 1), mitgebrachter Bilder (z.B. in Sachbüchern, siehe Abb. 2) und einer Lehrererzählung (Einführungstext Pyramiden).
  • Diskussion zur Frage: „Wie konnten die alten Ägypter die schweren Steine transportieren und hochheben?“

Erarbeitung

  • Die Kinder notieren in Einzelarbeit Ideen zu der Frage: „Wie konnten die alten Ägypter die schweren Steine transportieren und hochheben?“ Sie notieren ihre Präkonzepte in Form von Zeichnungen auf einem Arbeitsblatt (siehe Abb. 3).
  • 
Differenzierungsmaterial: Gegenstände aus dem Stationsbetrieb (UE 2), die den Ägyptern beim Transport zur Verfügung standen (z.B. Seile, Bretter, Rollen)
  • Die SuS stellen ihre Ideen in einer Gruppenarbeit/ Forscherkonferenz vor. Sie vergleichen ihre Ideen und finden Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Abschluss

  • In der Reflexionsphase werden die gefundenen Ideen/ Prinzipien der Kinder sortiert (z.B. an der Tafel, in der Kreismitte) und anschließend verschiedenen Theorien zugeordnet. Die Hilfsmittel Seil, Rolle, Rampe und Hebel werden besonders hervorgehoben, die entsprechenden Fachbegriffe eingeführt und im Wortspeicher festgehalten (siehe Abb. 4).
  • Ausblick: „In der nächsten Unterrichtsstunde werden wir die gefundenen Ideen ausprobieren.“
Schüleräußerungen aus der Erprobung
  • „Um die schweren Steine für die Pyramide ziehen zu können, könnte man Kufen benutzt haben. Dann geht es wie bei einem Schlitten.“
  • „Ich glaube, man hat die Steine mit den Kufen dann den Hügel hochgezogen.“
  • "Wenn an dem Stein ein Seil festgemacht war, musste man mit vielen Leuten an dem Seil ziehen.“
  • „Ich glaube, man hat Räder drunter gemacht und dann geschoben.“
Tipps und Stolpersteine aus der Erprobung
  • Zum besseren Verständnis der zeitlichen Dimension ist eine Zeitleiste sehr wichtig
  • Verdeutlichung des Pyramidenbaus als technische Meisterleistung über viele Beispiele und Bilder. Das Problem muss anschaulich werden, um die Kreativität der SuS herauszufordern.
  • Die gestaffelte Vorgehensweise (zuerst Einzelarbeit, dann Forscherkonferenz in Kleingruppen, danach Plenum) muss eingeführt sein.
Material aus der Erprobung
  • Büchertisch mit diversen Sachbüchern zum Pyramidenbau
  • Bilder von Pyramiden, auf denen v.a. das Größenverhältnis von Steinen und Menschen sichtbar wird
  • Globus, Weltkarte oder Kinderatlas
  • Zeitleiste vom Pyramidenbau (um 2600 v. Chr.) bis heute
  • Arbeitsblätter
  • Gegenstände aus dem Stationsbetrieb (UE 2), die den Ägyptern beim Transport zur Verfügung standen (z.B. Seile, Bretter, Rollen)

Angestrebtes Unterrichtsergebnis

Die Kinder entwickeln eigene Ideen zum Lastentransport und lernen sogenannte „einfache Maschinen“ kennen. Die SuS erkennen, dass es verschiedene Theorien bezüglich des Pyramidenbaus gibt:

  • Transport der Steine mittels Rampen (flach oder spiralförmig)
  • Steine wurden auf Baumstämmen liegend gezogen/ geschoben
  • Einsatz von Hebeln
  • Einsatz von Seil und Rolle